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Mit „Eisschreiben“ gute Bewerber „warm halten“

Filed under: PR-Text — mn @ 12. November 2004

Die Situation auf dem Arbeitsmarkt beschert Unternehmen häufig eine Vielzahl von qualifizierten Bewerbungen. Die Anzahl offener Stellen ist jedoch begrenzt. Um interessante Bewerber für die Zukunft zu sichern, wird eine definitive Absage vermieden. Bewerbungen werden „auf Eis gelegt“. Die deutschen Personalunternehmen Refline und Terra Personalmarketing kürten die besten „Eisschreiben“.

Die Stellennachfrage ist hoch, die Jobangebote sind jedoch gering. Bei dieser Konstellation versuchen Unternehmen häufig, die besten Bewerber nicht durch eine sofortige Absage zu vergraulen. Sie werden für einige Monate mit einem „Eisschreiben“, einem vorläufigen Absageschreiben, vertröstet. Somit kann bei Freiwerden einer Stelle rasch auf einen Kreis von geeigneten Kandidaten zurückgegriffen werden. Und das Unternehmen spart Kosten für eine neue Anzeigenkampagne.

Aber nur Bewerbungen, die für ein Unternehmen tatsächlich interessant sind, werden aufgehoben. Bei Ikea Deutschland sind das laut „Die Zeit“ circa drei Prozent der Bewerbungen, beim deutschen Stromkonzern Yello ungefähr zwei Prozent. Meist werden solche eingefrorenen Bewerbungen höchstens ein halbes Jahr gehortet.

Eisschreibe-Wettbewerb

So einfach ist es nun nicht, den Bewerber „warm zu halten“ und gleichzeitig ein positives Image zu vermitteln. Deshalb haben Terra Personalmarketing und das Recruiting-Service Refline im Juni 2004 in Deutschland einen Wettbewerb um das beste „Eisschreiben“ gestartet. Unter den rund 50 teilnehmenden Unternehmen, wie bspw. Allianz Versicherung, Coca-Cola, Ikea und Wüstenrot, wurde das „Hinhalteschreiben“ von Mahle, Automobilzulieferer aus Stuttgart, als bestes prämiert.

Die Top-Eisschreiber

Der Gewinner Mahle versucht mit folgenden Formulierungen, interessante Bewerber auf Abruf zu halten: „Engagierte und motivierte Mitarbeiter, die ihren Motor zu Höchstleistungen bringen möchten, suchen wir in unserem ‚Rennstall‘ immer wieder. Ihre Einwilligung vorausgesetzt, würden wir gerne Ihre Bewerbung in unserer ‚Boxengasse‘ parken. Bei einer freien Startposition werden wir uns mit Ihnen in Verbindung setzen.“

„Vorhandenes Talent, richtige Firma – ungünstiger Zeitpunkt,“ kündigt das zweitplatzierte Energieunternehmen Yello im Betreff an und hält Bewerber mit Witz bei Laune: „Sie denken, dass Sie gut zu Yello passen – auch wir sind dieser Meinung. Jedoch sind die Mitarbeiter bei Yello genauso zufrieden wie unsere Kunden: daher gibt es zur Zeit leider keine freie Position im Marketing. Sobald wir eine neue Kollegin suchen, werden wir uns bei Ihnen melden, versprochen! So lange möchten wir gerne Ihre Bewerbungsunterlagen behalten.“

Mehr zum Wettbewerb und Eisschreiben auf eisschreiben.de und Die Zeit.